Vertical Arena 2021

24. Juli 2021 / KLETTERHALLE SEXTEN

 
 
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Vertical Arena 2021

24. Juli 2020

20.00 Uhr

Kletterhalle Sexten

Der Stargast der fünften Ausgabe der Vertical Arena in Sexten, Südtirol am 24.07.2021 um 20.00 Uhr im Pavillon Haus Sexten, ist heuer die iranische Kletterpionierin NasimEshqi.
Erstmals zeigen wir im Rahmen der Vertical Arena einen Film, der vor kurzem beim Filmfest Trento mit dem Publikumspreis ausgezeichnet wurde. „Climbing Iran“ ist eine 53-minütige Dokumentation und zeigt das Leben eines weiblichen Kletterprofis im Iran. Eine nicht gerade einfache Aufgabe, der sich Nasim Eshghi seit mehr als 10 Jahren stellt.
“Gravity doesn’t ask me what my passport is. It takes you down in the same way, it doesn’t matter if you’re rich or poor, black or white, Iranian or Italian…“
Nasim Eshqi wird an dem Abend live vor Ort in Sexten sein und im Anschluss an den Film an einer Podiumsdiskussion teilnehmen.

SINOPSYS

People often ask me: „why do you put nail polish?“ When I climb they are all gone and scratched. Then I look at my hands and I feel: „Oooh! I did a lot of climbing today!“.

Nasim has strong hands adorned with hot-pink fingernail polish. She is the pioneer of outdoor climbing in Iran, where women climb on ‘indoor’ walls, during set hours, and only among other women. „The name of my country is Islamic Republic of Iran.It means that women have to cover their head, even if you are a tourist… It’s the law… it’s like for the seatbelts…”.

After being a young champion in different sports -from karate to kickboxing- Nasim followed the call of the mountains, and decided to go beyond the barriers imposed on women in her country setting up her own route on the Persian rocks, where she opened around fifty new lines.  “Gravity doesn’t ask me what my passport is. It takes you down in the same way, it doesn’t matter if you’re rich or poor, black or white, Iranian or Italian…“

The film portraits an extra-ordinary woman determined to push the barriers opposing her passion, whether they are physical, social, psychological, geographical or ideological.

Committed to „change things little by little„, she brings a few other young women  to the rock walls outside Tehran, teaching them how to climb and get independent.

Nasim has a dream that can become reality: open a „new route“ on the Alps even if  coming to Europe is a not easy adventure.

Eintrittspreis 10€ pro Person
Achtung: Aufgrund der Sicherheitsmaßnahmen stehen nur begrenzte Sitzplätze zur Verfügung. Eine Reservierung vorab ist notwendig; im Tourismusverein Sexten, unter: +39 0474 710310 (Tourismusverein Sexten)

PRESSETEXT

Sexten, 26. Juli 2021 – Die einzige Profi-Kletterin des Iran war am Samstagabend Stargast der fünften Ausgabe der Vertical Arena in Sexten, der zahlreiche Alpinisten und Bergliebhaber beiwohnten. Im Rahmen des renommierten Fachforums zum Thema Bergsteigen, das der Tourismusverein Sexten in Zusammenarbeit mit der Bergführerin Lisi Steurer organisiert, wurde der Dokumentarfilm „Climbing Iran“ ausgestrahlt. Darin wird Nasim Eshqis Geschichte und ihre Leidenschaft für den Bergsport dokumentiert. Im Anschluss an die Aufführung des Portraits standen die Kletterin und Filmregisseurin Francesca Borghetti im Rahmen einer Podiumsdiskussion Rede und Antwort, die von Steurer moderiert wurde.

Nasim Eshqis Leidenschaft für den Bergsport ist in jedem Einzelbild ersichtlich, dass für den Dokumentarfilm „Climbing Iran“ gedreht wurde. Und genau das – die Sichtweise, die Vision von Eshqi – wollte Francesca Borghetti in diesem Portrait erzählen. Das hat die Regisseurin auch in Sexten im Rahmen der Vertical Arena betont, denn „nachdem ich einen Artikel gelesen hatte, habe ich mich sofort mit Nasim in Kontakt gesetzt. Ich hatte damals noch keinen konkreten Plan, wie ich den Dokumentarfilm umsetzen könnte. Ich wollte zunächst einmal ihre Sichtweise kennenlernen.“

Trotz zahlreicher Komplikationen und Hürden – etwa der Stopp einer Crowdfunding Kampagne um Geldmittel für die Verwirklichung des Projekts zu sammeln – wurde das Projekt mit großem Einsatz vorangetrieben. Dabei wurden nicht nur Bilder in Nasim Eshqis gewohntem Umfeld gedreht. Auch die Eröffnung einer neuen Route der iranischen Kletterpionierin in den Alpen stand im Mittelpunkt. „Mir ging es nicht darum, einen sportlichen Dokumentarfim zu drehen, sondern einen Film, in dem der Berg eine zentrale Rolle spielt“, so Borghetti weiter.

In der Beziehung zu den Bergen kristallisiert sich Nasim Eshqis Leidenschaft für den Klettersport heraus, den sie übrigens erst als Erwachsene für sich entdeckt hat. Im Alter von 23 Jahren beginnt die 1982 geborene Eshqi eine Sportart auszuüben, in der Erfahrung eine wesentliche Rolle spielt. Trotzdem hat sie seither bereits über 80 neue Routen eröffnet. Im Gegensatz zu vielen Mitbürgern empfindet Eshqi Sport nicht als Zeitverschwendung. Zunächst schlägt ihr Herz aber für andere Sportarten, etwa das Kickboxen, wo sie sich auch zur Meisterin kürt. Dann aber springt beim Klettern der Funke über.

Das Gelernte wird geteilt

Mit den tänzerisch anmutenden Bewegungen am Fels kostet Nasim Eshqi jene Gleichheit voll aus, der die Menschheit aufgrund der Gravitation ausgesetzt ist. Gleichzeitig empfinde sie eine grenzenlose Freiheit, die auch vom Bewusstsein ihrer eigenen Stärke herrührt. „Ich setze meine Energie ein, um gegen meine eigenen Grenzen zu kämpfen“, sagte die Iranerin in Sexten.

Diesen Leitgedanken – also das ständige Wachstum und das Stärken des Selbstbewusstseins – versucht Nasim Eshqi auch ihren Schülerinnen und Schülern im Iran zu vermitteln. „Beim Klettern muss man ständig an die eigenen Grenzen gehen. Das Selbstvertrauen wird dadurch unvermeidlich gestärkt. Und dieses Bewusstsein wird in der freien Natur doppelt gestärkt“, bekräftigt die junge Frau, deren rosarot lackierten Fingernägel zu ihrem Markenzeichen geworden sind.

 

Der Klettersport hat Nasim Eshqi auch in viele neue Länder geführt. Bei ihrem ersten Besuch in Europa hat sie in 30 Tagen nicht weniger als 27 Wände erklommen. Trotzdem kehrt sie immer gerne in ihre Heimat zurück, um dort ihre Leidenschaft zu teilen. „Für mich ist es sehr wichtig, dass ich den Menschen etwas zurückgeben kann. Ich bin im Iran nützlich, weil ich Menschen weiterhelfen kann, die ähnliche Schwierigkeiten haben, wie ich sie hatte“, gab Nasim Eshqi im Rahmen der Podiumsdiskussion bei der Vertical Arena in Sexten zu Protokoll. Das macht sie für viele auch zum Vorbild – nicht nur in ihrer Heimat Iran, sondern auch in vielen anderen Ländern. Und auch in Sexten, wo sie am Ende des Abends von einem kleinen Mädchen um ein Autogramm gebeten wurde.

Vortrag & Diskutanten

Pressebilder

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Pressetext

Pressetext und Programm zur Vertical Arena 2021, dem Fachforum zum Thema Bergsteigen

Presserezensionen

Die Vertical Arena 2021 in der Presse.

Vertical Arena 2021 -Bilder © Wisthaler